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Musik und Krieg

Militärmusik – Madrigale – Musik zu Friedensschlüssen – Kriegsmusik – Trompetensignale
Filmmusik – Schlachtengesänge – “Liebeskrieg”
psychologische Wirkung von Musik
Musikausübung im Krieg

 

 

 

THEMA

Die Formulierung des Themas ist bewusst völlig offen gehalten und auch historisch nicht eingegrenzt, da das Thema “Musik und Krieg” schließlich bis heute aktuell ist.

Krieg und Friedensschlüsse waren schon immer Gelegenheit für Komponisten sich mit dieser Thematik künstlerisch auseinanderzusetzen und zum jeweiligen Anlass Werke beizusteuern. Dies ist zum einen die Kunstmusik, die Krieg sowohl darstellen will, als auch zu diesen Anlässen entstanden ist. Auf einer eher metaphorischen und allegorischen Ebene wird die Kriegsthematik in Madrigalen behandelt. Darüber hinaus gehört auch der weite Bereich der militärischen “Gebrauchsmusik”, wie etwa Janitscharenmusik, Trompetensignale, Hymnen, Schlachtengesänge und Militärmusik im weitesten Sinn ebenfalls zu dem Thema “Musik und Krieg”. Auch im Genre der Filmmusik lassen such aufschlussreiche Bezüge zwischen dem dargestellten Krieg und Musik herstellen.

Die unmittelbare Wirkung der Musik auf die Psyche des Menschen wurde in Kriegszeiten gezielt dazu eingesetzt massenwirksame Propaganda zu betreiben und die eigenen Truppen moralisch zu unterstützen. Auch zur psychologischen Kriegsführung gegen den Feind wurde und wird Musik genutzt. Auf der anderen Seite ist aber auch eine gegenläufige Strömung zu beobachten, die auch die negativen Seiten der feindlichen Auseinandersetzungen auf die Bevölkerung anspricht.

Die Auswirkungen der kriegerischen Handlungen machen sich unmittelbar in kriegsbedingten Besetzungsreduktionen und im bewussten Schweigen von Komponisten bemerkbar. Hinzu kommen direkt aus der Kriegssituation resultierende Formen der Musikausübung, wie zum Beispiel die KZ-Orchester während des Zweiten Weltkrieges.

INTERDISZIPLINÄRER ANSATZ

Mit unserem Thema “Musik und Krieg” wollen wir nicht nur Musikwissenschaftler ansprechen. Eingeladen sind ausdrücklich auch Studenten anderer Fächer, die sich mit dieser Thematik auseinander setzen, da die offen gehaltene Themenbeschreibung trotz der Beschränkung auf Musik im Titel sicherlich auch reichlich interdisziplinäre Anregungen für Theologen, Soziologen, Psychologen, Kunsthistoriker, Medienwissenschaftler und Philosophen bietet, die mit ihren Forschungsergebnissen zur Vielfalt der Vorträge beitragen können.

 

 

TEILNAHME

Aktive Teilnahme:
-
Referate zum Thema “Musik und Krieg” ca. 30 min + ca. 15 min Diskussion
- Konzertbeiträge durch KünstlerInnen und Ensembles
- Workshops
Interesse? Mehr Hinweise auf unserem Call for Papers

Passive Teilnahme:
Als Zuhörer und Diskutanten sind neben Musikwissenschaftsstudierenden auch Studierende anderer Fächer, Studierende der Musikhochschulen, Schüler und andere Interessenten eingeladen.